Wiesionen Wieseverlauf im Stadtgebiet Lörrach  
 


Karl Gerstner, Wiesental bei Lörrach
Karl Gerstner, Wiesental bei Lörrach,
Aquarell über Federzeichnung auf Papier,
1970er Jahre,
Sammlung Museum am Burghof Lörrach

Wiese, 1682
Wiese, 1682

Wiesebrücke, 1912
Wiesebrücke, 1912

Flussportrait

Die Wiese ist der viertlängste Fluss im Schwarzwald. Sie entspringt am Feldberg. Länge: 55 Kilometer, Höhenunterschied: rund 970 Meter. Der Name beruht wohl auf der Wortwurzel vis (Wasser).

5./6. Jahrhundert: Besiedlung des Wiesentals durch die Alemannen.

Bereits im 13. Jahrhundert gab es zahlreiche Kanäle mit Mühlen entlang des Flusses.

Ab 14./15. Jahrhundert: Nutzung der Wiese zum Transport von Holz aus dem Schwarz-wald bis Ende des 18. Jahrhunderts.

16. Jahrhundert: Nachweise über Uferinstandsetzungsmaßnahmen und Schutzbauten an der Wiese.

18./19. Jahrhundert: Zahlreiche Textilbetriebe entstehen im Wiesental (Wasserkraft-Nutzung).

1806-1823: groß angelegte Korrektionsarbeiten zwischen Hausen und Stetten, auch zum Schutz der angesiedelten Industriebetriebe Begradigung der Wiese (Zerstörung der Au-enlandschaft).

1. Hälfte 20. Jahrhunderts: Aufgabe der hauptberuflichen Fischerei aufgrund der Kanalisierung und hoher Wasserverschmutzung.

Johann Peter Hebel hat der Wiese 1803 mit dem Gedicht „Die Wiese“ ein Denkmal gesetzt: „des Feldbergs liebligi Tochter“